Zwischen Mahnung und Moderne: Die Projekttage der 4F und 4G in Linz
Tag 1: Ein Ort des Innehaltens – KZ-Gedenkstätte Mauthausen
Pünktlich um 8:00 Uhr startete die Reise. Das erste Ziel war die KZ-Gedenkstätte Mauthausen. Schon bei der Ankunft legte sich eine spürbare Stille über die Gruppe. Während der geführten Tour durch das ehemalige Konzentrationslager wurde das unvorstellbare Leid, das Menschen hier erfahren mussten, schmerzhaft greifbar. Es war mehr als nur ein Geschichtsunterricht vor Ort; es war eine Begegnung mit der Verantwortung für die Gegenwart.
„Zuerst sind es nur Zahlen, aber wenn man die Fotos sieht und die Namen liest, merkt man: Das waren Menschen wie du und ich. Das Mitgefühl, das man hier spürt, kann kein Geschichtsbuch vermitteln. Es ist wichtig, dass wir das sehen, damit so etwas nie wieder passiert.“ (Ein Schüler der 4G)
Nach diesem tiefgreifenden Vormittag bezogen die Klassen ihre Zimmer in Linz. Der Abend stand ganz im Zeichen der pädagogischen Reflexion. Beim gemeinsamen Abendessen im Hotel bot sich der nötige Raum, um das Gesehene zu verarbeiten, Fragen zu stellen und die emotionalen Eindrücke in Gesprächen mit den Lehrkräften und Mitschüler:innen aufzufangen.
Tag 2: Blick in die Zukunft – Ars Electronica Center
Der zweite Tag bildete den technologischen Gegenpol. Im Ars Electronica Center, dem „Museum der Zukunft“, tauchten die Jugendlichen in die Welt der Künstlichen Intelligenz, Robotik und Gentechnik ein. Besonders beeindruckte der „Deep Space 8K“, in dem hochauflösende Bildwelten das Universum und den menschlichen Körper in einer völlig neuen Dimension erlebbar machten.
Die Schüler:innen konnten selbst experimentieren und kritisch hinterfragen, wie Technologie unser Leben verändern wird. Ob es um die Steuerung von Robotern oder die Analyse der eigenen digitalen Spur ging – die Begeisterung war groß.
„Der Deep Space war der Wahnsinn! Man hatte das Gefühl, man schwebt mitten durch die Galaxie. Es ist krass zu sehen, was technisch heute alles möglich ist.“ (Eine Schülerin der 4F)